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ÖDP Stadtratsfraktion Weiden zum 5G-Netzausbau

Im Zusammenhang mit dem laufenden Ausbau des 5G-Netzes stellen sich folgende Fragen

Antrag zur Stadtratssitzung am 5.10.2020

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

im Zusammenhang mit dem laufenden Ausbau des 5G-Netzes stellen sich folgende Fragen:

  • Wie viele und an welchen Standorten in Weiden sind Sendemasten geplant oder sollen aufgerüstet werden?
  • Ist in diesem Zusammenhang die Fällung von Stadtbäumen vorgesehen, und wenn ja wo und wie viele? (Erklärung mündlich: Bäume behindern die Strahlung)
  • Liegen Untersuchungen vor, die ausschließen, dass 4G- oder 5G-Strahlung zu Missbildungen bei Neugeborenen führt? (Erklärung mündlich: wurde nicht untersucht, wurde aber bei Tieren nachgewiesen)
  • Welche Firmen in Weiden benötigen 5G? (Erklärung mündlich: für private Nutzer kaum interessant, weil die meisten Geräte nicht 5G-tauglich sind, die neuen Geräte sind sehr teuer, 4G bleibt also weiterhin aktiv)

Wir bitten die Verwaltung, sich dieser Fragen anzunehmen.

Zur weiteren Begründung bitte ich, mir das Wort zu erteilen.

Helmut Schöner, ÖDP, StR

Quellen:

Roding, Rimbach und Cham 5G (https://www.mittelbayerische.de/region/cham-nachrichten/5-g-fuer-drei-orte-im-landkreis-cham-20909-art1921287.html ):

"Zurück zum Netz der Telekom. Dr. Markus Jodl, Pressesprecher bei der Telekom in München, teilt mit, dass sein Unternehmen in Bayern bisher 303 Standorte in 60 Landkreisen aufgebaut habe. Jodl: "Noch in diesem Monat werden mehrere Tausend Standorte in Betrieb gehen. Wir wollen Ende Juli 50 Prozent der Bevölkerung mit 5G versorgen. Bis Ende des Jahres sollen es sogar 75 Prozent sein."

5 G in Deutschland

Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 6.884 Kinder mit Fehlbildungen in Krankenhäusern geboren. Damit hatten etwa 0,89 Prozent der Neugeborenen Fehlbildungen. Die Statistik liefert jedoch keine Informationen zur Art der Fehlbildung. Mögliche Gründe sind Medikamente, Giftstoffe in der Nahrung, Gendefekte. Kaum je wurden elektromagnetische Strahlen als mögliche Ursache genannt. Dabei gibt es durchaus Hinweise auf den Einfluss von Elektrosmog auf frühe Fehlbildungen im Mutterleib - zumindest bei Tieren. (aus: https://www.ibes.ch/babys-ohne-finger-und-haende/ )

Der Durchbruch bleibt vorerst aus

Die Telekom in Deutschland hat aktuell rund 450 5G-Antennen aufgebaut, Tausende bestehender 4G-Antennen sollen umgerüstet werden. Der Ausbau soll im laufenden Jahr bis auf 1500 Antennen wachsen. In 20 Städten entsteht die neue Übertragungstechnologie, darunter sind alle Landeshauptstädte. Das Ziel der Telekomindustrie ist klar: In allen 5G-Städten soll das Netz verdichtet werden.

6,5 Milliarden Euro bezahlt

Vor einem Jahr bezahlten die Netzbetreiber in Deutschland für die 5G-Frequenzen 6,5 Milliarden Euro. Der Ausbau solle richtig starten, hiess es und die Ambitionen waren gross. Doch wichtige Fragen sind ungeklärt. Dabei soll die Zukunft dank 5G futuristisch werden: Autonom fahrende Roboter-Fahrzeuge sollen die Post ausliefern, so der Plan. Auf dem Campus der Technischen Universität in Kaiserslautern sollten Tests stattfinden. Doch vorerst sind diese verschoben, da es länger dauert als angenommen. Man wartet auf Funk-Komponenten. Im Herbst soll es mit den 5G-Tests dann vorwärts gehen, das Netz in ganz Deutschland soll sukzessive ausgebaut werden.


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