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Gabriel will Endlager bis 2035

Berlin. In seiner Eröffnungsrede auf dem Endlagersymposium 2008 in Berlin forderte Umweltminister Gabriel, dass ein deutsches Endlager spätestens 2035 in Betrieb gehen muss. Zur Begründung führte er an, dass bis dahin die ersten Genehmigungen für die atomaren Zwischenlager auslaufen werden. In seiner Rede, die von zahlreichen Zwischenrufen unterbrochen wurde, stellte er für die Entsorgung des radioaktiven Atommülls vier Forderungen auf. Die wichtigste davon: Deutscher Atommüll muss in Deutschland entsorgt werden. Dies soll offenbar auch dann gelten, wenn in Deutschland kein geeignetes Endlager gefunden werden kann. Außerdem müsse der Atommüll noch von dieser Generation entsorgt werden, da sie ihn erzeugt hat. Gabriel verlangt außerdem, dass außer Gorleben noch andere Alternativen geprüft werden. Schließlich fordert er für das künftige Endlager ein transparentes öffentliches Genehmigungsverfahren.

 

„Hochaktiver Atommüll stellt für mehrere Millionen Jahre eine große Gefahr für alles Leben dar“, entgegnet Prof. Klaus Buchner, Kernphysiker und Vorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp). „Deshalb ist es unverantwortlich, aus politischen Gründen eine schnelle Lösung durchzupeitschen, die den wissenschaftlichen Anforderungen nicht genügt. Denn niemand weiß heute, wie man hochaktiven Atommüll für Jahrmillionen sicher aufbewahren kann.“

 

Die anschließende Diskussion brachte mehr Emotionen als Sachargumente. Dazu Buchner: „Es war ein wenig verheißungsvoller Beginn einer Konferenz, die in dieser Weise unserer Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen nicht gerecht werden kann.“

 

Ökologisch-Demokratische Partei

Der Bundesvorsitzende

Prof. Dr. Klaus Buchner

Neckarstr. 27-29, 55118 Mainz

Tel.: 06131 / 67 98 20, Fax 06131 / 67 98 15

e-Post klaus.buchner@oedp.de

 


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